Eine interessante und nicht alltägliche Unterrichtsfahrt
Zwei volle Busse mit den 4. Klassen der Grundschule Wiesent und Pfatter starteten am Dienstag, 7.7.26, im Rahmen verschiedenen Unterrichtsfächer (Religion, Ethik, HSU)nach Regensburg. Das erste Ziel war eine kindgerechte und hochinteressante Führung durch den Regensburger Dom St. Peter zum 750. Jubiläum. In fünf Gruppen brachten die Domführerinnen alle zum Staunen über die beeindruckenden Glasfenster, die schwebende Schwalbennestorgel mit ihrem Aufzuggeheimnis, die mittelalterlichen Steinmetzzeichen an den Wänden und die Baugeschichte anhand des sog. Eselsturms. Ein kurzer Blick in die Dombauhütte gehörte natürlich auch dazu. Etwas unheimlich wurde es einigen beim Abstieg in die Bischofskrypta unter dem Dom, sind doch dort auch Knochen von als heilig verehrten Verstorbenen zu sehen. Unsere Führerinnen waren voll des Lobes über so aufmerksame und interessierte Schülerinnen und Schüler. Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto gab es eine Pause am Karajandenmal am Neupfarrplatz. Das Denkmal steht für einen wichtigen Teil der jüdischen Geschichte Regensburgs und bildet den Grundriss der mittelalterlichen Synagoge ab. Entsprechend ruhig und respektvoll verhielten wir uns. Im Anschluss konnten die Klassen beim Gang durch die Altstadt sogenannte Stolpersteine entdecken, die als öffentliches Mahnmal an verfolgte Jüdinnen und Juden während des Zeit des Nationalsozialismus erinnern. Zum Zeichen der Erinnerung legten die Schüler an jedem Stolperstein eine Rose nieder. Mit einer leckeren Kugel Eis von der Domeisdiele endete der Vormittag für alle, bevor die Busse uns wieder zurück in die Schulen brachten. Ein herzlicher Dank gilt allen Schülerinnen und Schüler für die tolle Gemeinschaft, allen Begleitpersonen für die gute Übereinstimmung, den Mitarbeiterinnen des "Domplatz 5", unseren Busfahrern und den Schulleitungen für jede Unterstützung.
(Text und Fotos: Maria Handwerker)